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Beim Barte des Propheten, Sunrise? – DAS BUCH

14. Dezember 2012

Nach endlos erscheinender Zeit konnte Ende 2012 mein Albtraum mit Sunrise abgeschlossen werden. Meine gesammelten Erfahrungen mit Sunrise können in nachfolgendem Buch vom Jahr 2007 bis 2012 (2. Auflage per September 2013) nachgelesen werden. Ich wünsche viel Spass beim Lesen, beim Barte des Propheten:

Cover Auflage 2(Auf Bild klicken, um Buch als pdf mit Hyperlinks zu lesen; 168 Seiten; 17MB)

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epaper-ani (Auf Bild klicken, um als E-Buch ohne Hyperlinks zu lesen)

Es ist eine wahre Geschichte und handelt von einer irrtümlichen Handyrechnung, welche versehentlich nach Afghanistan ging. Es beginnt ein Abenteuer mit Sunrise und dessen Inkassobüro infoscore. Sunrise ignorierte über 98 Tage weg sämtliche Korrespondenz und all meine mündlichen Kommunikationsversuche. Das Inkassobüro infoscore hatte weder Zeit noch Lust auf die Beweisführung, dass es sich um einen Fehler handelt, einzugehen. Nach 98 Tagen versicherte mir Sunrise, dass der Fehler erkannt und korrigiert sei, sprich sämtliche negative Bonitätseinträge auf meinen Namen gelöscht wurden. Doch es kam anders. Es dauerte 11 Monate bis ich davon ausgehen konnte, dass die Fehler beseitigt sein könnten.

Dieses Buch berichtet in 3 Kapiteln über

  • die Kommunikationsabenteuer mit Sunrise Communications AG
  • die Nötigungsmassnahmen, welche Sunrises Inkassobüro namens infoscore gegen mich als vermeintlicher Schuldner angewandt hatte
  • die Schweizer Datenbanken und die Aufräumarbeiten, die ich verrichten musste, um alle irrtümlich generierten Daten gegen meine Person wieder löschen zu lassen.

Dass die verleumdenden Einträge gegen meine Person bereits im Vorfeld existierten, gar als allererstes überhaupt erstellt wurden, wurde mir stets verschwiegen. Damals hatte ich noch keine Ahnung, dass die Einträge über 30 Jahre bestehen würden und ich zur schlimmst-möglichen Kategorie mit erhöhtem Risiko und möglicher Bevormundung ad acta gelegt wurde. Für infoscore, das damalige Inkassobüro von Sunrise, sind negative Daten Gold wert. Es wurde zur Herkules-Aufgabe diese Daten wieder löschen zu lassen.

Wer nicht ein ganzes Buch lesen mag, kann die unterhaltsame Zusammenfassung (per Juni 2012) vom „Magazin“ auf 3 Seiten lesen:

beim-barte-des-propheten-sunrise1(Klick auf Bild; pdf 1.7 MB)

From → Archiv

32 Kommentare
  1. @somekindasport permalink

    13. Dezember 2014: Habe die ersten Seiten des Buches kurz durchgesehen. Ist eine Lektüre für nächste Woche. Da haben sie aber tatsächlich viel Energie hineingesteckt.. However, ist lange her das ich letztmalig von der Firma „diAx“ hörte🙂

  2. J.B permalink

    21. April 2014: Hut ab für dieses Buch! Es ist unverständlich wie Sunrise mit den Kunden umgeht. Dieses Buch hilft uns enorm, wenn man bei Sunrise Probleme hat. Vielen Dank! Leider habe ich auch Probleme: Seit fast 3 Wochen kein Festnetztelefon, Internet und TV! Kundenservice leider ungenügend!

  3. Peter F. permalink

    6. März 2014: Vielen Dank für dieses spannende Buch. Was für ein Albtraum.

    Meine Frau ist es nun auch am Lesen und mir ist klar geworden, dass wir bald unsere eigenen Auszugsbegehren an diverse Datenbanken senden werden.

    Man könnte tatsächlich derartige Geschäftspraktiken eher in anderen fernen Ländern vermuten, aber zuletzt in der Schweiz. Ein wahrer Schandfleck für unser Schweizer SchKG, welches solche Praktiken von Inkassobüros nicht nur toleriert, sondern gar fördert.

    Mir selber gibt es Mut, mich ebenfalls wie Sie zu wehren, wenn mir mal Unrecht widerfahren sollte. Egal wie aussichtslos alles erscheint und unabhängig davon, ob es um 50 Franken oder 5000 Franken geht.

    Was sagt eigentlich Sunrise zum Buch?

    Grüsse von mir und meiner Frau

    • 7. März 2014: Danke Peter. Schön, wenn das Buch Mut generiert🙂

      Nein, Sunrise hat das Buch bis heute nie kommentiert. Bzw. die letzte Stellungnahme von Sunrise stammt vom 15.11.2012 und kann im Buch selber auf Seite 158 nachgelesen werden.

      Das Buch ist die abschliessende Zusammenfassung des „Albtraum Sunrise“. Von dem her, erwarte ich keine Stellungnahme von Sunrise zum Buch.

  4. K. Leo permalink

    3. Januar 2014: Über die Festtage (2013/2014) würde ich ihr Buch lesen, dachte ich zuerst. Doch einmal damit begonnen, war ich wenige Stunden später schon durch mit der Lektüre. Derart spannend und packend empfand ich die Lektüre des Buches.

    Was bleibt, ist die bittere Erkenntnis, dass Sunrise ein Unternehmen ist, welches nur reagiert, wenn es keine andere Wahl mehr hat. Fehler werden nur korrigiert, wenn diese aufgezeigt, bewiesen und angeprangert werden.

    Der vermeintliche Weg des geringsten Widerstandes. Dass der Kunde dabei nicht mehr als Kunde behandelt wird, sondern als Kosten-Nutzen-Matrix, scheint Sunrise nicht davon abzuhalten, das Gegenteil in der Werbung zu behaupten.

    Für mich könnten die Werbe-Slogans von Sunrise „Alles für Deinen Tag“ (u.v.m.) deswegen nicht mehr zynischer und verlogener wirken.

    Immerhin: auch im Jahr 2014, lese ich in der heutigen Tagespresse, dass Sunrise von den Kunden als schlechtester Anbieter (3.8 = Note von Sunrise im Kundendienst) bewertet wird. http://www.comparis.ch/comparis/press/medienmitteilungen/artikel/2014/telecom/mobilfunk-sparpotential/sparpotential-schweiz.aspx

    Umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass Sunrise mittels diesem Buch, seit über einem Jahr, eine umfassende Anleitung zur Hand hätte, was alles zu verbessern wäre.

  5. Paul permalink

    4. September 2013: Vielen Dank für diese (verzeihen sie mir, dass ich viel lachen musste) „köstliche Unterhaltung“ und ein riesengrosses Kompliment an ihren Durchhaltewillen. Ich bewundere auch den Umstand, dass all der Aufwand, der Ihnen beschert wurde, im grotesken Gegensatz zu den 72 Franken steht, die Sunrise von Ihnen auf so erbärmliche Art und Weise einzutreiben versuchte.

    Erschreckend, wenn man bedenkt, dass wohl eine deutliche Mehrheit von uns Schweizern (mich wohl inklusive) diese Rechnung einfach bezahlt hätte, nur um Ruhe zu finden. Wie Sie selber auch mal dachten; „um den Weg des geringsten Widerstandes gehen zu können“…. Doch Sie haben alles richtig gemacht und sind für Ihre Prinzipien eingestanden und zwar von A bis Z. Sie sind ein grosses Vorbild für mich und ich freue mich, dass Sie dafür belohnt wurden, indem alle verleumdenden Daten über Ihre Person gelöscht wurden („hoffentlich“ .. ich weiss).

    Eigenartig, dass Ihr Fall nie im Kassensturz gezeigt wurde. Oder wurde er? Und ich habe die Sendung verpasst? Oder ist Ihre Geschichte schlicht zu lange für eine Sendung wie der Kassensturz?

    Kann ich das reale Buch bei Ihnen erwerben?
    Beste Grüsse
    Paul

    • 4. September 2013: Vielen Dank Paul für die Komplimente. Das geht runter wie Honig. Aber ich hatte ja gar keine andere Wahl, als mich zu wehren, von dem her, sehe ich mich selber nicht so als „vorbildlich“ und „prinzipientreu“, wie Sie beschreiben.

      Aber was mich enorm freut, ist, dass ich für mehrere Leser Mut zu generieren scheine, um sich zu wehren, wenn jemand Ungerechtigkeiten erfährt.

      Betr. Kassensturz: Nein, Sie haben nichts verpasst, mein spezifischer Fall kam nie im Kassensturz. Aber am 11. September 2012 titelte der Kassensturz: „Kunden müssen für Sunrise-Fehler zahlen“ und auf deren Blog wurde auch ein Verweis auf meinen Fall gemacht. Siehe hier: http://www.srf.ch/konsum/themen/multimedia/kunden-muessen-fuer-sunrise-fehler-zahlen

      Betr. Buch: Ich bin leider völlig „ausgeschossen“ mit Büchern. Alle Schachteln sind quasi leer. Das Buch hatte ich übrigens auch nie „verkauft“, sondern nur „verschenkt“. Aber andere Blogger sagten mir, sie hätten für wenig Geld das pdf (DIN A4 beidseitig) ausgedruckt und bei einer Druckerei zu einem Ringbuch binden lassen.

      Herzliche Grüsse

  6. René Burger permalink

    26. Juni 2013: Guten Tag
    Auch ich bin Opfer eines Telefonieanbieters.Wegen einer nichtbezahlten Mahngebühr von 24 Sfr.wurde mir der Anschluss gekündigt.Folge Vorzeitige Kündigung 1000 Sfr. Plus 24 Sfr. macht 1024 Sfr.In der Annahme dies sei rechtlich nicht haltbar,weigerte ich mich den Betrag zu bezahlen.Die Folge,Inkasso Alphapay,Zivilgerichtsvorladung und Kosten von ca 1600 Sfr.
    Auch ich musste die Kröte schlucken.Rechtlich ist der Anbieter am längeren Hebel.
    Moralisch hingegen……..
    Deshalb nie wieder SWISSCOM
    Auch wundert es mich doch sehr wie Inkassobüros munter das Gesetz brechen dürfen,und sich niemand über solche illegale Machenschaften kümmert.

    • Melanie C permalink

      28. Juni 2013: An René Burger: Nein. Niemand muss Kröten schlucken, wenn der Konsument im recht ist. Man muss sein Recht in der Scheiz nur einfordern. Herr Bosquet hat es ja vorgemacht und gibt noch eine Anleitung dazu in seinem Buch.

      Sobald ein Telecomunternehmen involviert ist, gibt es ja sogar noch die ombudscom.ch, welche vor dem Gerichtsfall versuchen kann zu schlichten.

      Da du dich aber derart als Opfer darstellst, bleibt der Eindruck haften, dass du einer gerechtfertigten Forderung nicht nachgekommen bist.

      Inkassobüros brechen das Gesetz so lange sich niemand dagegen wehrt. Im Prinzip ist genau dein Verhalten eine Freikarte für die Inkassobüros so weiterzumachen, wie bis anhin.

      Schade. Aber ganz ehrlich: entweder ist die Forderung ein Fehler und dann wehrt man sich. Oder sie ist korrekt und man bezahlt.

  7. René permalink

    27. April 2013: Hi Pierre. „Schlampig gesammelte Daten“ ist in deinem Buch auf Seite 137 (vom Tagi von Ende Oktober 2012). Hast du diesen Artikel eventuell noch im Original oder in einer höheren Qualität? Denn was in diesem Artikel steht ist ja absolut schockierend, was die Datenqualität der Schweizer-Datenbanken anbelangt. Wenn bis 15% der Daten falsch wären, könnte man einen Schwamm drüber tun. Bei einer Fehlerquote von über 70% aber…. Der Bericht ist nämlich nicht online. Oder ich konnte den Bericht nirgends im Netz finden. Ich möchte das aber aufnehmen und weiterverfolgen. Ein pdf o.ä. wäre mir sehr dienlich. Danke.

    P.S. Danke für das Buch! Traurig! Lustig! Schockierend! Unglaublich! Packend! Erstklassig! Wildwest-in-der-Schweiz-mässig!

  8. Dani permalink

    27. April 2013: Hallo. Passend zum Thema Huawei, welches Sie im Buch ebenfalls thematisiert hatten, ist heute in der Tagespresse zu lesen, dass bei Huawei illegale Arbeit als akzeptabel gilt. Huawei wird von den USA der Spionage beschuldigt. Huawei scheint der verlängerte Arm des chinesischen Militärs und des chinesischen Staats zu sein. Ist das nun der Partner, mit dem die Schweizer Telekoms Geschäfte machen wollen?

    Obwohl Spionage, Korruption und die Sicherheit der Daten auf dem Spiel stehen, es scheint sich nicht viel zu wandeln in der Schweiz, solange das billigste Angebot gemacht wird, fokussiert Swisscom, Sunrise & Co. auf den kurzfristigen Gewinn. Es herrscht eine typisch schweizerische „das kommt schon gut“-Mentalität. Oder: wir sehen nichts, wir sagen nichts, wir hören nichts.

    Artikel vom Tagi: Das andere Gesicht von Huawei (pdf 350KB)

    • 28. April 2013: Danke Dani für den Artikel. Die NZZ am Sonntag schreibt heute ebenfalls zu diesem Thema auf Seite 26. Siehe Artikel hier: Sunrise hält zu umstrittenem Lieferanten. (pdf 333KB)

      Und auf Seite 17 derselben Ausgabe: Verantwortlich ist letztlich der Auftraggeber. (pdf 260KB)

      Nebst den Spionage-Bedenken sind auch die Umgehung der Arbeitsbewilligungen (via Touristenvisa), sowie die Abhängigkeit von Sunrise ein Thema, da Sunrise ihr komplettes Netz an Huawei ausgelagert hat. Insbesondere brisant, welche Erfahrungen die Huawei-Mitarbeiter gegenüber der NZZ am Sonntag auspacken.

      Und Sunrise hält an Huawei fest, wie der Kapitän bis zum Schluss an Titanic festhielt.

      • Sputnik permalink

        29. April 2013: Die USA sehen in Huawei eine nationale Bedrohung „a national security threat“! Und Huawei darf nicht nur in den USA nicht mitbieten, sondern auch in vielen anderen Ländern ist Huawei wegen Spionagerisiko schlicht aus dem Markt ausgeschlossen worden:



        Die Schweiz aber lässt das gesamte Netz von Sunrise an Huawei auslagern. Die CH-Regierung hat bis heute noch keine Stellung bezogen.

  9. S. Guth permalink

    15. April 2013: Habe letztes Wochenende dein Buch gelesen und möchte sagen: Das Buch ist eine saubere Aufdeckung von Umständen, Tatsachen, Kooperationen, Strategien innerhalb Sunrise und noch viel mehr. So, hätte das bestimmt nie an die Öffentlichkeit gelangen sollen. Ein wahrer „Augen-Öffner“. Es ist sehr traurig und eigentlich unvorstellbar, dass so etwas in der Schweiz möglich ist. Viele Aspekte im Buch bringen mich dazu, dies so zu sagen. Und ausgerechnet heute war wieder ein Artikel in der Zeitung, welcher mir zeigt, dass dein Buch hochaktuell ist.

    Du sprichst im Buch davon, dass Sunrise sich allerlei Strategien überlegt, wie die Firma zu Mehreinnahmen kommen könnte. Die Mitarbeiter nannten diese Strategien „Geldeintreibemassnahmen“. Du sprichst von Papierrechnungen, welche die Kunden nun bezahlen müssen, von Roaminggebührenfallen, die man den bestehenden Kunden stellt, Sekundentakt abgeschafft, um Minutentakt einzuführen und so weiter und so fort. Und heute liest man im Tagi, dass Sunrise (aber nicht Swisscom und auch nicht Orange) nun die Kunden mit den 058-Firmen-Nummern neu abzockt.

    Hier der Artikel. (304KB, oben links mit dem Titel: „Das Geschäft mit den Geschäftsnummern“. Tagesanzeiger vom 15. April 2013, Seite 36)

    Von dem her, Kompliment auch von meiner Seite, für das sehr unterhaltsam geschriebene Buch, weil es wirklich topaktuell ist und es offenbar auch zeigt, dass Sunrise trotz der Publikation des Buches an all den Punkten festhält, die die Sunrisemitarbeiter am eigenen Konzern bemängeln. Oder in anderen Worten ausgedruckt: Die Lernfähigkeit von Sunrise scheint nicht vorhanden und Sunrise führt sein Geschäftsmodel offensichtlich weiter wie eh und je. Aber, solange Sunrise noch Kunden hat, welche das mittragen und mitfinanzieren……

  10. Wolfi permalink

    6. April 2013: Danke für dieses Buch. Es hat mir in manchen Punkten die Augen geöffnet. Danke auch, dass es so sachlich und trotzdem unterhaltend geschrieben ist. Kompliment! Ich habe es heute fertig gelesen und bin froh, dass die Beweise ebenfalls alle schöne aufgelistet sind, denn ansonsten würde man die Geschichte als unrealistisch weglegen. Ich werde schön die Finger von Sunrise lassen. Wegen dem Buch? Nicht nur, aber auch weil Sunrise diesen Blog nirgends offiziell kommentiert. Wenn eine Firma einen solchen Blog ignoriert, der nur auf Fakten aufgebaut ist, dann ist DAS für mich das Zeichen, dass die Firma masslos überfordert ist. Eine professionelle Firma würde und hätte diesen Blog schon im Februar 2012 kommentiert (oder spätestens im März 2012) als klar wurde, was hier alles falsch gelaufen ist. Doch mit „Ignorieren“ ist Sunrise echt auf dem Holzweg. Aber sowas von falsch…

    Betreffend Inkassobüros, ich wiederhole mich gerne: Es hat mir die Augen geöffnet. Danke!

    Betreffend Datenbanken: Ich wusste auch nicht, dass es solche Datenbanken gibt und bin auch hier sehr dankbar für die entsprechenden Hinweise aus der Presse. Es ergibt eine logisch, zusammenhängende und leider absolut vernichtend schockierende Geschichte.

    Ich habe mich in so vielen Punkten identifizieren können. Vor allem den Vergleich zu den USA mochte ich sehr, denn auch ich lebte 3 Jahre in den USA.

    Und zum Schluss: Ich musste herzhaft lachen, wie Sie das „Putz-Di“-Verhalten von Sunrise schilderten. Danke für dieses Werk. Vielen Dank.

    • 6. April 2013: Ich danke Wolfi vielmals für die Komplimente und den Feedback. Wenn es know-how und nützliche Informationen vermittelt (oder die Augen öffnet wie Sie sagen), dann habe ich eines meiner Hauptziele erreicht.

  11. Melanie C. permalink

    13. Januar 2013: Nun konnte auch ich das Buch fertig lesen. Der ganze Blog war ja schon sehr lehrreich für mich. Obwohl ich die Geschichte wegen des Blogs schon kannte, kommt das Buch wieder sehr unterhaltsam aber eben auch sehr lehrreich daher. Es fasst alles Wichtige nochmals zusammen. Nun werde auch ich ein paar Auszüge über mich bestellen. Danke für die Liste der Datenbanken im Buch, Pierre.

    Ich muss es nochmals erwähnen: Du hast etwas aufgedeckt, was ich vorher nicht wusste. Nämlich, dass man hierzulande, ohne es zu erfahren und ohne Schuld, aber basierend auf einem simplen und offensichtlichen Irrtum, gepaart mit Dummheit von Sunrise und deren Inkassobüro, als „bevormudet“ und „erhöhtes Risiko“ eingestuft werden kann. Dass damit deine wirtschaftliche Existenz, diplomatisch ausgedrückt, zumindest „stark behindert“ wird, ist in der Tat absolut schockierend und eine Riesen-Sauerei, um es beim Namen zu nennen.

    Als frühere Geschichtsstudentin erinnert mich dies an Staaten mit einer Stasi/Stapo/Geheimdienste, wie zum Beispiel die DDR oder Nordkorea, wo Bürger geplagt, genötigt und wirtschaftlich behindert wurden oder zum Teil immer noch werden.

    Sehr beschämend für die Schweizer Politik, dass diese so passiv und lethargisch bleibt. Umso mehr, wenn man die Links liest, welche im Buch erwähnt werden (zum Beispiel auf Seite 54), um zu realisieren, Pierre ist alles andere als ein Einzelfall. Vermeintliche Schuldner kommen jedes Jahr, immer wieder in einen Apparat rein, in dem mit systematischer Zermürbung gearbeitet wird. Und der Schweizer wehrt sich in der Regel nicht, da ja eine Betreibung per se schon vernichtent genug ist. Ob gerechtfertigt oder irrtümlich spielt dabe eine untergeordnete Rolle.

    Vielen Dank für das Buch bzw für die Arbeit die du in dieses Werk reingesteckt hast. Es war höchste Zeit, dass diese geheim gehaltenen Geschäftspraktiken von Inkassobüros mit deren Datenbanken endlich an die Öffentlichkeit gelangen.

  12. Carmen permalink

    10. Januar 2013: Oh, wie gut konnte ich doch das nachempfinden, als es hiess: Putz Di! Und zwar, weil ich das auch von Sunrise zu hören bekam. In anderen Worten natürlich. Aber im Grunde eben: „Putz Di!“

    Danke für das Buch! Ich habe es verschlungen! Bravo! Bin jetzt natürlich auch nicht mehr bei Sunrise.

  13. Rolf I. permalink

    8. Januar 2013: Völlig wahnsinnige Geschichte, weil offenbar Dutzende Menschen wegen einer Forderung von 72 Franken für mehrere Stunden beschäftigt wurden, inklusive der CEO von Sunrise. Der Aufwand, der wegen 72 Franken betrieben wurde liegt tatsächlich nur noch im Bereich des nackten Wahnsinns. Dass alleine ist schon irrsinnig. Dazu kommt noch, dass die Forderung offenbar ein Fehler war. Und zur Krönung schickt man die irrtümliche Forderung nach Afghanistan. Und wie wenn das nicht genug wäre stellt man die Frage, in welchem Land New York liegt. Und wenn die Antwort „Afghanistan, of course!“ lautet, dann stellt man natürlich auch den Adressaten auf Afghanistan um.

    Dieses Erlebnis, welches Sie bestreiten mussten ist derart absurd, dass man das verfilmen sollte. Zwingend am Anfang und am Schluss des Filmes zu erwähnen:

    „Diese Geschichte basiert auf einer wahren Geschichte“,

    weil sonst wird der Film als irrsinniger Schwachsinn abgestraft.

    Danke, dass Sie Ihre Geschichte der Öffentlichkeit zugänglich machten. Danke, dass Sie vielen ein Vorbild sind, nie aufzugeben. Ich werde an Ihr Erlebnis zurückdenken, wenn mir mal etwas Unrechtes passieren sollte und werde Kraft daraus ziehen. Menschen lieben Geschichten, welche dank „konsequentes am Ball bleiben“ mit einem Happy End abgerundet werden.

    Übrigens, ich habe Ihr Buch in einer Druckerei ausdrucken lassen und mit einem Ringbund schliessen lassen. Das war es wert.

    • 8. Januar 2013: Rolf I.: Danke für diese Worte. Es ehrt mich sehr, was Sie da sagen. Ich war mir nie einer Funktion eines Vorbilds und eines Motivators bewusst, aber diese „Nebenwirkung“ ist derart positiv und stark, dass diese mich just deswegen sehr beehrt. Herzlich. Ihr (aka) Pierre Bosquet.

  14. Iso permalink

    20. Dezember 2012: Grosses Kompliment an Sie, Herr aka Bosquet. Habe das Buch in 2 Abenden durchgelesen. Es geht runter wie Honig. Sehr gut geschrieben.

    Was die Sache mit den Sunrise-Mitarbeitern anbelangt; die die sagten Sunrise kommuniziere unethisch oder nicht transparent. Genau zu diesem Thema lief heute im ZDF „zoom“. Es wird in Deutschland genauso gemacht. Es geht vordergründig um Beratung und zwar in den Shops sowie an der Hotline. Die Mitarbeiter müssen aber nur Eines: Verkaufen. Telcoangestellte, welche ihre Kunden berieten (statt etwas zu verkaufen) kriegten eine schlechte Qualifikation. Ein Angestellter musste sich anhören, er stehe sich im Verkauf selber im Weg. Sollte heissen, er müsse noch mehr an seiner Abzockstrategie arbeiten.

    Zoom im ZDF zeigte auf, wie das in Deutschland vor sich geht, indem sich mehrere ZDF-Journalisten bei O2 und vodafone bewarben, um dort in den Shops bzw Callcentern zu arbeiten. Sie zeichneten die Verkaufsschulungen mit versteckter Kamera auf und zeigten, wie man den Kunden Dinge verkauft, die der Kunde gar nicht will.

    Nun hatte ich aber vor der Sendung soeben das Buch „Beim Barte des Propheten, Sunrise?“ fertig gelesen und dachte während der zoom-Sendung immerzu: „genauso wie im Buch beschrieben; also nicht nur in Deutschland ein Problem, sondern offenbar auch in der Schweiz.“

    Gut, dass Sie, Herr Bosquet im Gespräch mit einem der Verkäufer darauf achteten, nie das Wort „ja“ zu benutzen, sondern immer nur das Wort „nein“. Das war genau ein solcher Verkäufer wie in zoom gezeigt wurde.

    Nochmals: danke für das Buch und die enorme Arbeit die dahinter steckt. Wobei, wie Sie im Buch schreiben, das Buch war gar kein grosser Aufwand mehr, im Vergleich zu den 11 Monaten zuvor, in denen Sie für Ihr Recht kämpften. Ich bin trotzdem vom Buch beeindruckt. Auch dass Sie nie aufgeben wollten. Denn, obwohl Sie es nirgends so schreiben, glaubte ich zwischen den Zeilen rauszuspüren, dass „aufgeben“ den noch grösseren Frust gebracht hätte und dessen waren Sie sich immer bewusst. Eine clevere Motivationsstrategie.

    • 20. Dezember 2012: Vielen Dank Iso. In der Tat war das Aufgeben deswegen nie eine Option, weil ich mit den negativen Einträgen (insbesondere mit der Möglichkeit einen Vormund zu haben) „wirtschaftlich tot“ gewesen wäre. Und da ich „wirtschaftlich nicht lebensmüde“ bin…..

      (auch sonst nicht, übrigens. Ganz im Gegenteil).

      Freut mich sehr, dass Ihnen das Buch gefallen hat.

    • 28. Januar 2013: ZDF „zoom“, die Doku von der Iso spricht, kann übrigens hier (auf Youtube) gesehen werden:

      „ZDF zoom – Kostenfalle Handy 19.12.2012“

  15. Dr. P.G. permalink

    19. Dezember 2012: Lieber Herr „Bosquet“

    Habe Ihr Buch letzte Nacht von A bis Z gelesen und bin begeistert ob Ihres Durchhaltewillens und der Akribie! Ich wäre wohl einer von denen gewesen, die irgendwann entnervt aufgegeben hätten.

    Sie erwähnen in Ihrem Buch den ominösen Art. 85a SchKG. Dieser wäre in Ihrem Fall aber leider nicht anwendbar, weil die negative Feststellungsklage nach Art. 85a SchKG dem Schuldner gemäss ständiger Bundesgerichtspraxis nur dann offen steht, wenn er versäumt hat, Rechtsvorschlag zu erheben.

    Gemäss herrschender Lehre wäre wohl Art. 85 SchKG dienlich gewesen, da Sie die Urkunden offensichtlich hatten, um festzustellen, dass die Schuld nicht besteht (auch wenn im Artikel im Gegensatz zu Art. 85a SchKG vom „Nichtbestand einer Schuld“ nicht die Rede ist). Das Problem hierbei ist, dass ein solches Vorgehen höchstens dann richterlich geschützt wird, wenn der Betreibungsregistereintrag Ihr wirtschaftliches Fortkommen erschwert. Dies wird erst ab einer gewissen Summe angenommen, die leider in die Tausende geht. Das Perfide dabei ist aber, dass Betreibungen über kleine Beträge die Zahlungsfähigkeit eines potentiellen Geschäftspartners viel eher in Frage stellen als über riesige: Wie schlecht muss es wohl um diese Zahlungsfähigkeit gestellt sein, wenn der Schuldner selbst Beträge in Höhe von einigen hundert Franken nicht begleichen „kann“?

    Auf Ihren Fall zurückkommend und präzisierend: Hätten Sie den Zahlungsbefehl erhalten und Rechtsvorschlag erhoben, dann hätten Sie den Eintrag im Betreibungsregister meiner Ansicht nach in der Praxis kaum mehr weggekriegt (ausser natürlich, wenn der Betreibende die Betreibung beim Betreibungsamt freiwillig zurückzieht).

    Eine einfache Lösung wäre, wenn auf dem Betreibungsregisterauszug im externen Gebrauch nur die Positionen aufgeführt wären, bei denen kein Rechtsvorschlag erhoben wurde. Die Rachebetreibungen hätten damit ein Ende. Gleichzeitig würde dies bedeuten, dass ein „dreister“ Schuldner, der völlig grundlos Rechtsvorschlag erhebt, noch über Monate oder gar Jahre einen sauberen Betreibungsregisterauszug hätte (nämlich solange, bis der Rechtsvorschlag in einem Rechtsöffnungsverfahren rechtskräftig beseitigt wurde) und sich damit noch weiter verschulden könnte, was dem Schutzgedanken potentieller Gläubiger zuwiderlaufen würde.

    Was die Einträge in den Bonitätsdatenbanken angeht, bin ich richtiggehend erschrocken. In Anbetracht dessen, dass in der heutigen Zeit ein negativer Betreibungsregisterauszug oder ein falscher Bonitätsauszug in der Praxis schwerer wiegt als ein Eintrag im zentralen Strafregister, ist es in der Tat höchste Zeit, diesen miesen Graumarkt endlich nachhaltig zu regulieren. Ich werde in einer ruhigen Minute von den bei Ihnen aufgeführten „Bonitätshändlern“ meine Auszüge verlangen.

    Was mich an den Bonitätsdatenhändern besonders stört ist die völlige Intransparenz. Üblicherweise erfährt man gar nie etwas von seinem „Glück“, mit einem negativen Eintrag behaftet zu sein und so kann es dann kommen, dass man jahrelang alles nur zu nachteiligen Konditionen aufgebrummt bekommt oder eben diverse Dienstleistungen gar nicht in Anspruch nehmen kann.

    Das hier ist ein guter Artikel dazu:

    http://www.ktipp.ch/themen/beitrag/1022305/Gespeicherte_Daten_erzaehlen_nicht_die_ganze_Wahrheit

    Ihr Eintrag mit der möglichen Bevormundung ist hier als besonders fies zu werten und ich unterstelle der Inkassofirma einfach mal Böswilligkeit. Aufgrund der daraus vermittelten Suggestion, wonach Sie nur mit Zustimmung eines Vormundes jedwede Verträge abschliessen können und der Dauer seiner Speicherung, wirkt der Eintrag enorm abschreckend und kann Ihnen das Leben tatsächlich zur Hölle machen.

    Im Übrigen möchte ich Ihnen nur noch mitteilen, dass ich seit 12 Jahren zufriedener Sunrise-Kunde bin und habe dort Festnetz, Internet und Handy und mir wurde jedesmal entgegenkommend geholfen, wenn ich etwas brauchte.

    Beste Grüsse

    • 19. Dezember 2012: Lieber „Dr. P.G.“, es freut mich sehr mit Ihnen in Kontakt sein zu dürfen. 1000 Dank für den geschriebenen Kommentar und 1000 Dank für „alles Andere“! Es scheint, dass Ihrem Kommentar folgend, mein Betreibungsamt die Situation mir gegenüber beschönigend dargestellt hatte (im März 2012 oder auf Seite 60 & 61 im Buch) oder doch nicht so kompetent war, wie mir seinerzeit erschien.

      Ich scheine mit mehreren blauen Augen davon gekommen zu sein. Oder im „Unglück“, welches Sunrise auslöste, hatte ich enormes „Glück“. Es grüsst die „juristische“ Schweiz: Wer keinen juristischen Schutz geniessen kann (vermeintliche Schuldner), braucht Glück, um zu seinem Recht zu kommen. Genau diese Situation wurde, wird heute und wird künftig vom infoscore Inkassobüro schamlos ausgenutzt.

      • Joel permalink

        22. März 2013: Hallo

        Vom Betreibungsbeamten muss man seine Aussagen bloss nicht glauben, diesie wissen oft nicht welche Rechte ein Schuldner hat sondern NUR welche Pflichten dieser zu erfüllen hat.
        Dazu ist es nahezu unmöglich als Schuldner diese Infos im OR zu verstehen, wenn man diese überhaupt findet.

        Mittlerweile seit ein paar Jahren gibt es im Netz bei den Schuldnern Beratungsstellen für diese Infos.
        Leider bekommt man diese Infos nicht von den Betreibungsämtern und sie sind auch nicht verpflichtet diese dir wahrheitsgemäss zu erläutern, somit ist der Schuldner sehr schlecht beraten und kann so, nicht von seinen Rechten erfahren, ausser er findet einen spezialisierten und engagierten Anwalt oder Antworten im Netz.

        Aber die meisten haben eh kein Geld dafür und da sie nichts von Ihren Rechte wissen, glaubt der Schuldner halt, dass er/sie diese Kröte schlucken muss inkl. zusätzlichen übertriebene Inkassogebühren, die rein rechtlich der Gläubiger selber zu berappen hätte, da er diese Kosten selber verursacht, da er diese auf externe Inkasso Firmen auslagert.

        Aber ACHTUNG!
        Es gibt einige Inkasso Firmen, die haben ihre eigene Homepage aufgeschaltet, diese suggerieren den Schuldner eine seriöse Verbraucherhomepage vor sich zu haben mit haarsträubende falsch-Infos zu den Inkassogebühren, Verzugsschaden usw.

  16. Martin permalink

    18. Dezember 2012: Wirklich lesenswert! Kompliment! Packende Story! Liest sich gut. Konnte mich mit dem Hauptdarsteller Bosquet identifizieren. Wahnsinn!

  17. Frank & Meli permalink

    15. Dezember 2012: RIESENGROSSES Kompliment an den Autor des Buches: Pierre Bosquet!

    Wir hatten das Buch gestern Freitag Abend spät entdeckt und wollten eigentlich ins Bett. Währenddem ich noch duschte liess ich das Buch ausdrucken. Wir waren beide müde und wollten nur noch schlafen. Im Bett fing ich an meiner Frau vorzulesen. Ich sagte ihr; „Nur das Vorwort und die Einleitung, ok?“ Dann sagte ich, komm ich lese mal die ersten 4 oder 5 Seiten rein, und dann schlafen wir. Dann ging das so weiter, bis um 03h10 und ich hatte das ganze Buch fertig vorgelesen!

    Meine Frau und ich lachten, diskutierten, staunten, fühlten und fieberten mit… Es ist eine absolut unglaubliche Geschichte. Dazu noch gut geschrieben, um nicht zu sagen SEHR GUT! Absolut nachvollziehbar, dass der amerikanische Freund sagte: „Welcome back in Banana Republic Switzerland“. …. Ich kann mir auch vorstellen, dass der ganze Stolz, Schweizer zu sein angekratzt ist… Absolut klar, dass wir nie zu Sunrise wechseln werden und unseren 2 Kindern nun ihr Buch zum Lesen weitergeben werden. Ihre Geschichte wird uns noch über die Weihnachtstage hinweg unterhalten!

    Wir beide, meine Frau und ich bedanken uns in aller Form für diese super Unterhaltung! Das ist ein Buch, welches Sie verkaufen sollten und nicht gratis online stellen sollten. Ich habe schon für 80 Franken Bücher gekauft und nicht halb so viel Unterhaltung dafür gekriegt, wie mit diesem Buch, beim Barte des Propheten!🙂 Ihnen alles Gute und viel Erfolg auch in Ihrer Aufrufaktion, bei der Sie „vermeintliche“ Schuldner suchen.

  18. Felix R. permalink

    15. Dezember 2012: Herzlichen Dank für das Buch. Und einen noch grösseren Dank für Dein Engagement bei der Verbesserung der Situation bezüglich Inkassofirmen! Leider ist die Schweizer Politik in diesem Bereich viel zu nachlässig – weiss der Teufel warum.
    Danke – und viel Erfolg!

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  1. JacoBlök » Von Sunrise zu Swisscom, Teil 1: Der schleichende Niedergang von Sunrise

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