Skip to content

Wie alles begann

Am 9. Dez 2011 beginnt mein Albtraum Sunrise (Schweiz)

Sunrise zeigte mir 98 Tage lang die kalte Schulter

Ich bezahle seit 2005 meine jeweiligen Handy Gebühren an Sunrise (Schweiz). Meine Handy Nummer bei Sunrise lautet: 076 xyz yz tz. Anfangs Dezember 2011 erhalte ich -aus heiterem Himmel- eine Betreibungsandrohung von Sunrise’s Inkassobüro „infoscore Inkasso AG“ (www.infoscore.ch) in Schlieren. Der Inhalt des Schreibens liest sich wie folgt:

————————————
BETREIBUNGSANDROHUNG (klick auf Titel um Original einzusehen)
Forderung von: Sunrise Communications AG, 8050 Zürich
Wir mussten feststellen, dass Sie bis heute trotz unseren Mahnungen keine Zahlung geleistet haben.

Hauptforderung: CHF 72.45
Zinsen: CHF 5.00
Betreibungskosten: CHF 83.00
Bonitätsprüfkosten: CHF 35.00
Verzugsschaden: CHF 76.00

TOTAL: CHF 271.45

Damit Sie Ihre Schuld ohne zusätzliche Kosten bereinigen können, geben wir Ihnen eine letzte Gelegenehit, die offene Forderung innert 5 Tagen zu überweisen. Bei Nichteinhaltung wird der Betreibungsweg geltend gemacht.
————————————

Diese Betreibungsandrohung machte keinerlei Sinn für mich, da ich lediglich über ein Handy Abo mit der besagten Nummer 076 xyz yz tz bei Sunrise verfüge. Dieses Abo ist auch nach wie vor, einwandfrei in Betrieb. Ebenso bemerkenswert, dass ich im Vorfeld nie eine Mahnung, noch sonst irgendeinen Hinweis erhalten hatte, dass ich gegenüber Sunrise noch eine offene Rechnung hätte.

Die BETREIBUNGSANDROHUNG (in Grossbuchstaben) konnte ich somit in keinen Zusammenhang bringen.

Ergo, ruf ich umgehend das Inkassobüro Infoscore an, um mir Klarheit zu verschaffen. Ich erfahre dort, dass es sich tatsächlich um mein bestehendes und aktives Sunrise Handy mit der Nummer 076 xyz yz tz handelt.

Auf Verlangen schickt mir infoscore die Sunrise Rechnungs-Kopien. Beim Betrachten der Rechnung konnte ich folgendes feststellen:

  1. es wurde ein Satz von zwei Rechnungen (welche im Total CHF 72.45 ergeben) nach Afghanistan verschickt. Ist bestimmt ein tolles Land, doch de facto war ich dort noch nie
  2. die zwei Rechnungen geben keinen Aufschluss darüber, welche Dienstleistungen es betrifft
  3. die zwei Rechnungen (total CHF 72.45) weisen lediglich aus, dass es den Zeitraum August 2010 – Oktober 2010 betrifft

Die Fakten:

  • Sunrise (Abteilung A) hat von August bis Oktober 2010 irrtümlich (falsche, nicht gerechtfertigte) Rechnungen nach Afghanistan über CHF 72.45 verschickt; betreffend mobile Nummer 076 xyz yz tz.
  • Sunrise (Abteilung B) hat zeitgleich von August bis Oktober 2010 korrekte Rechnungen an meine offizielle schweizer Wohnadresse über knapp CHF 300.- verschickt; betreffend diesselbe mobile Nummer 076 xyz yz tz.
  • Die Rechnungen, welche nach Afghanistan gingen, hatte ich nie erhalten. Und offensichtlich hat dort, ein möglicher Empfänger der Rechnungen, diese auch nie beglichen!

Mein erster Gedanke war: „Ein solcher Irrtum wird bestimmt schnell zu lösen sein. Schliesslich kann ich ja beweisen, dass ich alle Rechnungen (über knapp CHF 300.-) vom besagten Zeitraum an Sunrise fristgerecht beglichen habe. Ebenso kann ich darlegen, dass ich nie in Afghanistan war.“

Doch es sollte sich (leider) anders herausstellen.

Denn: mittlerweilen sind 4 Briefe an Sunrise gegangen (2 davon eingeschrieben) und Sunrise hüllt sich in Schweigen und reagiert ganz einfach NICHT.

Doch der Reihe nach: Seit anfangs Dezember 2011 versuche ich eine Stellungnahme von Sunrise zu kriegen.

Wenn ich anrufe, heisst es dort:

Sunrise hotline: Mit Ihrem Abo ist alles in Ordnung. Sie bezahlen ja alle Rechnungen immer fristgerecht.

Ich: Ok, können Sie demzufolge a) mir das schriftlich bestätigen und b) die abgetretene Forderung an infoscore zurücknehmen?

Sunrise hotline: öööhhhm… ja. äh moment bitte…..

Und da wird dann der Sunrise Mitarbeiter überfordert, denn er sieht nirgends, dass eine Forderung abgetreten wurde. Und eine schriftliche Bestätigung dass ich keine Schulden bei Sunrise habe, erfolgt nicht.

Das letzte Mal als ich auf die Sunrise Hotline anrief (13. Februar 2012) hiess es:

„Sorry, wir haben einen totalen System Absturz. Wir können Ihnen Nichts sagen. Rufen Sie morgen wieder an.“

Um diese Antwort zu kriegen war ich -wohlgemerkt- eine halbe Stunde am Telefon, bevor ich überhaupt meinen Standpunkt gegenüber einem Menschen darlegen konnte.

Also gehe ich schriftlich vor: Doch eben: seit dem 9. Dezember 2011 bis heute (Ende Februar 2012) hat Sunrise nicht auf meine Briefe reagiert.

Währendessen stellt das Inkassobüro „infoscore Inkasso AG“ lediglich neue Betreibungsandrohungen aus, obwohl das Inkassobüro ebenfalls schriftlich von mir informiert worden ist, dass es sich hierbei um einen Irrtum handelt, inklusive der gesamten Beweisführung, dass ich keine offenen Rechnungen habe. Das Inkassobüro geht also genausowenig wie Sunrise, auf den von mir kommunizierten Irrtum ein.

Nach über 2 Monaten vergeblichem Schreiben und Anrufen, erfolgt am 13. Februar 2012 endlich eine Reaktion. Nicht von Sunrise! Aber vom Inkassobüro.

Herr S. von infoscore ruft mich an. Übrigens, Herr S. ruft mich just auf die Handy Nummer „076 xyz yz tz“ an, um die es in der Betreibungsandrohung geht!

Herr S.: „Hören Sie zu, ob diese Forderung von Sunrise gerechtfertigt ist oder nicht, interessiert mich nicht. Sie müssen bis (neue und letzte Frist) 5. März 2012 bezahlen, ansonsten ziehen wir die Betreibung gegen Sie durch.“

Ich: „Aber ich werde Rechtsvorschlag gegen den Zahlungsbefehl erheben!“

Herr S.: „Dann werden Sie trotzdem für 3 Jahre einen Eintrag im Betreibungsregister haben“.

Ich: „Aber macht Sie das nicht auch stutzig, dass Sie wegen einer nicht bezahlten Forderung von Sunrise über die Mobile Nummer 076 xyz yz tz mich betreiben, und Sie just auf genau diese Nummer 076 xyz yz tz, von sunrise mich anrufen? Sunrise würde doch zuerst den Betrieb des Handys einstellen!?!“

Herr S.: „Eine Forderung von Sunrise ist für mich eine Forderung, welche ich eintreiben kann und eintreiben werde. Bezahlen Sie jetzt, oder wir ziehen die Betreibung gegen Sie durch!“

Ich: „Aber Herr S.; macht es Sie denn nicht auch stutzig, dass diese Rechnungen nach Afghanistan verschickt wurden?

Herr S.: „Warum erwähnen Sie immer wieder Afghanistan? Was hat unser Fall mit Afghanistan zu tun?

Ich: „Schauen Sie mal den Adressaten auf der Rechnung von Sunrise an. Ich spreche von Afghanistan, weil Sunrise die Rechnungen nach Afghanistan schickte.“

Herr S.: „Eine Forderung von Sunrise ist für mich eine Forderung, welche ich eintreiben kann und eintreiben werde. Bezahlen Sie….“ etc.

Zusammengefasst; weder mit Sunrise noch mit dem Inkassobüro kann man einen Dialog führen, der sich mit dem eigentlichen Irrtum befasst, um den Irrtum als solchen zu erkennen, um danach zu beseitigen.

Am 9. Dezember 2011 ging das erste (Ein-)Schreiben an Sunrise. Das letzte (Ein-)Schreiben an Sunrise wurde am 13. Februar 2012 versandt. Inhalt der Briefe:

  1. Beweisführung, dass ich alle offenen Rechnungen bezahlt habe. Handy mit der Nummer 076 xyz yz tz ist ja deswegen auch nicht gesperrt, und ist nach wie vor mit Sunrise als Provider in Betrieb.
  2. Die Aufforderung die abgetretene Forderung an Infoscore Inkasso AG zurückzuziehen.

Bis heute: keine Reaktion! (Stand: Ende Februar 2012)

Es zeichnet sich (zu meinen Ungunsten) ab, dass ich völlig ungerechtfertigterweise einen Eintrag im Betreibungsregister erhalten werde (mittels richterlich ausgestelltem Zahlungsbefehl, gegen den ich zwar Rechtsvorschlag erheben werde, aber den Eintrag damit trotzdem nicht verhindern kann)….

Ein solcher Eintrag wird erst nach 3 Jahren wieder gelöscht. Während diesen 3 Jahren werde ich nur mit Glück (und sicher nicht in Zürich) eine neue Wohnung mieten können. Ich werde keine Kredite aufnehmen können und: Sollte ich einen neuen Arbeitgeber aufsuchen wollen, werde ich beim Job-Interview mein Betreibungsregister erklären müssen.

Diesem Druck standzuhalten, und den Dialog zu Sunrise zu suchen und dabei über mehrere Monate hinweg und bis heute (Stand: Ende Februar 2012) ignoriert zu werden, ist mein täglicher Albtraum geworden.

ALBTRAUM Telecommunication SUNRISE!

———————————————–

Sind Sie am weiteren Verlauf dieser Geschichte interessiert? –>; Klick „Archiv“
(Lasche oben rechts auf PC-Version)

Mögen Sie nicht alle Blogs lesen?
Dann bietet sich an, der Artikel von „Das Magazin“ vom 2. Juni 2012 (pdf 1.7 MB).

Sind Sie an der ganzen Geschichte interessiert? Dann bietet sich mein Buch an: „Beim Barte des Propheten, Sunrise?“

Sie können mich unter albtraum.sunrise@gmail.com erreichen

9 Kommentare
  1. Justin Schmid permalink

    Fritzbox und Sunrise: Wir haben von Sunrise eine Fritzbox für 150 Fr. „gekauft“, oder, wie wir nun belehrt wurden, „gemietet“. Das Problem ist folgendes: Sunrise verhindert das Update auf die Firmware Version 6.20. Die neue Version hat viele neue Features. doch auch auf die könnte man verzichten.

    Nein, das wirkliche Problem ist ein anderes: die Version 6.05 ist löcherig wie ein Emmentaler und kann von jedem Bubi gehackt werden. Wie das gemacht wird, kann jeder Googler einfach herausfinden. In Deutschland war das ein riesiger Skandal.

    Wie aber reagiert Sunrise? Überhaupt nicht. Auf einem Blog stand mal irgendwo vor einem Jahr: „Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung.“ Geschehen ist nichts. Statt dessen werden Tausende Sunrise User mit der Fritzbox bewusst einem grossen Sicherheitsrisiko ausgesetzt.

    That’s it.

  2. Neuweiler peter permalink

    8. November 2014: tja,unglaublich,mach mich gerade schlau ueber diese Fa.Meine Ex hat grad eine Rechnung von intrum Justitia bekommen ueber 6500.- sfr. fuer angeblich 8 unbez.rechnungen,werde mir die mal vorknoepfen,!!

  3. Tim Egger permalink

    17. Mai 2013: mir gehts genau gleich mit sunrise. sie verweigern antwort auf eingeschriebene briefe und betreiben dann.

  4. Lügendetektor permalink

    8. Februar 2013: Was noch viel seltsamer ist – es gibt gar keinen D. Rudin / Permalink.
    Wer wohl wirklich dahinter steckt? Würde ich mal überprüfen…

  5. D. Rudin permalink

    17. Januar 2013: Sehr geehrter Herr Bosquet

    Ich bewundere, mit welcher Inbrunst, sie diesen, in der Tat, Albtraum dokumentieren und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich mache. Es gibt aber für mich einen Punkt in ihrer Geschichte, welcher mich irritiert: Sie schreiben selbst, dass sie, persönlich dem Kundendienstmitarbeiter ihre Rechnungsadresse diktiert haben und auf die Frage, in welchem Land New York liege, mit „Afganisthan“ geantwortet haben. Es erscheint, als ob die Frage des Kundendienst ihrer Meinung nach nicht gerechtfertigt gewesen wäre. Sind sie sich aber bewusst, dass es in Grossbritannien, in Neuseeland und selbst in den USA mehrere New York gibt?
    Irgendwie fühle ich mich veranlasst zu glauben, dass eigentlich sie selbst den Initial-Fehler ihres Albtraumes zu verantworten haben und die Betreibung somit gerechtfertigt gewesen war.
    Nicht desto trotz ist dann die Folge ihres Fehlers haarsträubend – aber sollte man nicht zuerst vor der eigenen Türe wischen, bevor man auf andere mit Fingern zeigt?

    Freundliche Grüsse
    Donat Rudin

    • 17. Januar 2013: Sehr geehrter Herr Rudin, ich kann Ihrer Irritation ganz schnell und simpel Abhilfe verschaffen, da Sie etwas falsch verstanden haben. De facto war ich (leider) nicht an dem Gespräch beteiligt. Sunrise hatte mich leider nie kontaktiert. Es war ein amerikanischer ex-Marine mit Kampferfahrung in Afghanistan, welcher den Sunrise-Anruf entgegennahm, als dieser an der Rezeption meiner damaligen Liegenschaftsverwaltung arbeitete.

      Es war nur ich, der das alles mit einem Dutzend Anrufe nach New York (2 Jahre später nota nene) rekonstruieren konnte.

      Ich hätte mir natürlich sehr gewünscht Sunrise hätte nur einmal das Gespräch zu mir erwidert, welches ich unnachgiebig (sowohl schriftlich, via Internet, wie auch telefonisch) mit jemanden von Sunrise auszulösen versuchte. Denn dann wäre der ganze Albtraum selbstverständlich gar nicht erst entstanden. Leider erfolgte dies erst, als der gesamte Schaden (und noch viel mehr) bereits angerichtet war. Sie können alle Details in meinem Buch „Beim Barte des Propheten, Sunrise?“ auf http://www.albtraum-sunrise.com nachlesen. Dort steht auch in mehr Details wie das Gespräch zwischen Sunrise und dem ex-Marine (den ich im Buch Jason nenne) genau ablief.

      Danke für Ihr Kompliment bezüglich „Bewunderung zur Inbrunst“. Doch auch da ist keine Bewunderung angebracht, Herr Rudin, denn ich hatte schlicht keine andere Wahl. Hätte ich nämlich aufgegeben, wäre meine wirtschaftliche Existenz für die nächsten 30 Jahre zerstört gewesen. Details dazu sind ebenfalls in meinem Buch nachzulesen. Viel Spass bei der Lektüre wünsche ich von Herzen.

      Ihr Pierre Bosquet

    • Rachel Wernli permalink

      24. Februar 2013: Sehr geehrter Herr Donat Rudin, bitte bitte lesen sie die Geschichte zuerst, bevor sie einen Kommentar abgeben, der voller falscher Vermutungen ist. So ist ihr Kommentar ja eher etwas peinlich als irgendwas anderes.

      Ebenso freundliche Grüsse
      Rachel Wernli

    • W.Berni permalink

      7. April 2013: Sorry Donat Rudin aber du hast wirklich nichts verstanden, worum es hier geht…

    • Hyronimus permalink

      17. Mai 2013: Herr Donat Rudin. Lesen Sie diesen Artikel hier: https://albtraumsunrise.files.wordpress.com/2012/11/das-magazin-2-juni-2012-ab-seite-22.pdf

      Dann lesen Sie Ihren Kommentar nochmals. Danach beantworten Sie folgende Frage: Sind Sie ein Sunrisemitarbeiter oder ein Ex-Sunrisemitarbeiter?

      Hyronimus

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: